Miro wird bei irrer Wende zur Legende

08. Jun 2024

Spielbericht FC Wagen 2

FC Wagen 2 – FC Bad Ragaz 3 6:4 (3:3)


Am vergangenen Samstag traf die Zweitmannschaft auf den FC Bad Ragaz. Nach der Niederlage gegen den FC Wesen wollten die Reserven wieder auf die Siegerstrasse zurück. Gewinnen wollte man aber vor allem auch, weil Miroslav Divljak und Melvin Carmona ihr letztes Heimspiel für den FC Wagen bestritten. Beide beenden nach dieser Saison ihre langjährige Karriere.

Der Favorit in Blau startete furios in Spiel: Den ersten langen Ball von Carmona verwertete Daniel Artho bereits in den ersten Minuten. Mit seiner Schnelligkeit zog er allen davon und blieb vor dem Tor eiskalt. Kurz darauf, in der siebten Minute, fiel der Ausgleich. Stellungsfehler der Heimmannschaft führten dazu. Das ganze Spiel blieb hektisch und kein Team konnte den Ball länger in Besitz halten. So fiel auch schon in der 13. Minute die erneute Führung für Wagen. Mensur passte zu Artho, welcher nach einem schönen Solo-Lauf einnetzte.

In der 22. Minute konnte Bad Ragaz durch einen Penalty schon wieder ausgleichen. Zuvor konnte Adrian Lienhard den Angriff nur noch mit einem Foul stoppen. In Minute 34 schlug Luca Mecea einen Eckball perfekt auf Mensur Alic. Dieser köpfte den Ball mit voller Wucht ins Tor. Die Führung war wiederhergestellt. Leider hielt diese nicht lange. Ein Schuss aus 20 Metern wurde so abgefälscht, dass Wagner-Goalie Flurin Keller chancenlos blieb.

In der zweiten Halbzeit setzte sich das Bild der chaotischen ersten Hälfte fort. Bereits nach drei Minuten traf der Gegner aus Bad Ragaz dank einem fatalen Fehlpass in der eigenen Hälfte. Die Gäste führten somit erstmals in diesem kuriosen Spiel. Mit der Zeit gelang es dem FC Wagen die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Man spielte wieder wie ein Tabellenführer. Die Heimmannschaft wollte ihrem scheidenden Trainer noch einmal alles geben und drängte auf den Ausgleich. In der 78. Minute folgte dann das ersehnte Tor. Alic traf zum zweiten Mal, der von Joker Joel Brändle bedient wurde.

Fünf Minuten später kombinierten sich die Blauen tief in die gegnerische Hälfte. Donato Imboldi schlug eine traumvolle Flanke auf Brändle, welcher den Ball aus schwieriger Position scharf ins Tor köpfte. Es war Kopfball wie aus dem Lehrbuch. Seinen Jubel widmete er dem Trainer. Die Heimischen waren ausser sich. Alle hofften, dass die Wagnerstädter bis zum Schluss hinten dicht halten würden. Nicht so aber der FC Wagen 2: In der dritten Minute der Nachspielzeit schickte Mehmet Sarikaya den 39-jährigen Miroslav Divljak auf die Reise Richtung Tor.

Vor dem Spiel hatte er noch gesagt, wie schön es doch wäre, wenn er wie bei seinem ersten Spiel als Trainer vor sieben Jahren ein Tor schiessen würde. Zurück im Moment: Miro rannte so schnell, wie es für einen bald Vierzigjährigen eigentlich verboten sein sollte. Er stand plötzlich allein vor dem Torwart, welcher aber gut zustellte. Miro fasste sich ein Herz und chippte den Ball über den Goalie ins Tor. Die Welt stand Kopf. Es gab kein Halten mehr. Die ganze Mannschaft sprang zu ihm und jubelte überschwänglich. Die Security konnte noch gerade so einen Platzsturm der Wagner Fans verhindern. So ging ein turbulentes Spiel mit irrer Wende zu Ende.

Zu Ende ging aber auch eine Ära. Die Mannschaft bedankt sich bei Melvin Carmona und Trainer Miroslav für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie hinterlassen grosse Fussstapfen. Für die sportliche Leitung von Wagen wird es schwer werden, einen vergleichbaren Ersatz zu finden.

Weiter geht es mit der englischen Woche am Mittwoch in Triesen. Wagen 2 spielt seit langem mal wieder ein internationales Pflichtspiel. #WagenGoesInternational

Hinweis: Es fahren am Mittwoch keine Extrazüge. Anreise bitte selbst organisieren.

Wagen mit: Flurin Keller (C), Mensur Alic, Yannick Reidy, Adrian Lienhard, Eric Bieri (ab 45. Minute Adrian Smurnoy), Raphael Zuppiger, Melvin Carmona, Mehmet Sarikaya (Joel Brändle), Donato Imboldi,  (ab 82. Miroslav Divljak), Daniel Artho, Luca Mecea

Tore: Artho (1., 13.), Mensur Alic (34., 78.), Brändle (83.), Legende Divljak (93.)




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